Das Magazin zur App NaziCrimesAtlas
20.3.2026 Veranstaltung zum "Tag der Demokratiegeschichte" in Landsberg am Lech
Parkplatz Demokratie: Stillstand, Ankunft oder Aufbruch
Diskussion und Führung
- Freitag, 20. März 2026, 14:00 bis 15:30 Uhr
- Die Veranstaltung am 20. März findet unter freiem Himmel statt.
- Ort: Auf dem Parkplatz an der Erpftinger Straße zwischen Landsberg am Lech und Erpfting, KZ-Außenlagers Kaufering VII
- Der Zugang ist nur eingeschränkt barrierefrei.
- Teilnahme kostenfrei.
- Ab 14 Jahren
Was hat ein unscheinbarer Parkplatz mit Demokratie zu tun? Mehr als man denkt. Genau hier stellt sich die Frage nach Verantwortung – nach Handeln oder Nichthandeln, damals wie heute.
Bei einem Treffen auf dem Parkplatz betrachten wir die Aufarbeitungsgeschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers Kaufering VII nach 1945. Der historische Ort gibt Impulse für eine Diskussion über Demokratie, ihre Gefährdungen und unsere Verantwortung in der Gegenwart.
Die historische Vertiefung wird durch die kostenfreie App NaziCrimesAtlas begleitet.
Eine Veranstaltung im Rahmen des „Tag der Demokratiegeschichte“
Vom 18. bis 21. März 2026 werden unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bundesweit erstmals Veranstaltungen zum der Tag der Demokratiegeschichte begangen.
Der 18. März steht wie kaum ein anderes Datum für das deutsche Ringen um Demokratie: von der Mainzer Republik 1793 über die Revolution von 1848 bis zur ersten freien Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990. 2026 wird dieser Tag erstmals bundesweit als „Tag der Demokratiegeschichte“ begangen – mit über 250 Ausstellungen, Führungen, Diskussionen und weiteren Veranstaltungen.
Seien Sie dabei!
Website zum Tag der Demokratiegeschichte 2026: https://tag-der-demokratie-geschichte.de/
Leitung: Wolfgang Hauck
Veranstalter: dieKunstBauStelle e.V.
NaziCrimesAtlas: Die App zeigt NS-Verbrechen in Deutschland
Film zum Jahrestag am 27.1.2026, ARTE Journal
Film zum Auftakt des NaziCrimesAtlas 2024
Der Filmbeitrag zeigt die Mitwirkenden und die Pressekonferenz am 10.12.2024 in Berlin. Dauer 4 Minuten
Film zum Netzwerktreffen 2025
Der Trailer gibt einen kompakten Einblick in das Netzwerktreffen NaziCrimesAtlas – Digitaler Atlas NS-Verbrechen, das vom 9. bis 12. Juli 2025 im Bahnpark Augsburg stattfand. Rund 60 Teilnehmende aus ganz Deutschland – aus Initiativen, Bildungseinrichtungen, Gedenkstätten und Forschung – kamen zusammen, um den NaziCrimesAtlas als digitales Werkzeug zur Stärkung lokaler Erinnerungskultur und partizipativer Public History zu diskutieren. Dauer 4 Minuten
Film zum Vortrag Prof. Winfried Nerdinger
Prof. Dr. Winfried Nerdinger hielt seinen Vortrag „Ort und Erinnerung – topografisch basiertes Wissen über die NS‑Zeit“ am 10. Juli 2025 in Augsburg. Der Film zeigt den Vortrag. Dauer 31 Minuten.
Der Vortrag als Podcast
Film zur Einführung mit Dr. Edith Raim †
Videobotschaft von Dr. Edith Raim zum Auftakt am 10.12.2024 in Berlin. Dauer 6 Minuten
Wir trauern um Dr. habil. Edith Raim
Trauer um Dr. habil. Edith Raim
Am 1. Juli 2025 verstarb Dr. habil. Edith Raim nach schwerer Krankheit in Landsberg am Lech.
Seit 2024 war sie als wissenschaftliche Leitung in Vollzeit für unser Projekt tätig. Mit großer Kraft und Überzeugung widmete sie sich der Aufgabe, einen zentralen Teil ihres Lebenswerks in Form digitaler Public History zugänglich zu machen. Ihr profundes Fachwissen, ihre analytische Klarheit und ihre menschliche Haltung prägten das Projekt in besonderer Weise.
Auf Wunsch der Angehörigen erfolgten die Veröffentlichung und unsere Nachrufe erst nach der Beisetzung.
Wir sind tief betroffen über diesen Verlust. Ihr Vermächtnis verpflichtet uns.
2025: Trauerrede von Prof. Dr. Stefan Paulus für Dr. habil. Edith Raim
2025: Danksagung der Stiftung EVZ, Dr. Andrea Despot und Jakob Meyer
Download Digitaler Atlas NS-Verbrechen
Der digitale Atlas sammelt die Fälle von NS-Unrecht an tausenden Orten in Deutschland und ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, die Quellen zu den jeweiligen Tatorten zu recherchieren. Zum ersten Mal bietet der digitale Atlas NS-Verbrechen eine frei zugängliche und georeferenzierte Karte, die die jeweiligen Verbrechen und Tatorte verzeichnet. Dieses Rechercheinstrument stellt umfassende Informationen zu den dokumentierten Verbrechen der Nationalsozialisten in Deutschland zwischen 1933 und 1945 bereit. Durch Kooperationen mit bestehenden Datensammlungen wird das Projekt kontinuierlich erweitert und verbessert, um eine noch präzisere und umfassendere Darstellung der historischen Verbrechen zu gewährleisten.
Die Stiftung EVZ unterstützt im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht die Entwicklung einer innovativen Smartphone-App, die Orte von NS-Verbrechen auf einer digitalen Karte sichtbar macht. Diese App basiert auf umfangreichen Quellen, die Taten und Tatorte detailliert dokumentieren. Rund 25.000 Gerichtsakten belegen verschiedene Verbrechen und deren Tatorte, darunter Konzentrationslager, Haftanstalten, Kliniken, Folterkeller und alltägliche Orte. Zusätzlich zu diesen Akten belegen weitere Quellen zum Holocaust die Tatorte von NS-Verbrechen, darunter Archive wie die Gedenkstätte Yad Vashem, die Arolsen Archives und die Zentrale Stelle in Ludwigsburg.
Mitmachen und Mitgestalten
Zwischen 1933 und 1945 ereigneten sich an tausenden Orten in Deutschland zahlreiche Verbrechen. Der „Nazi Crimes Atlas – Digitaler Atlas NS-Verbrechen” liefert grundlegende Informationen zu den Tatorten, den Taten und Quellen. Mit diesem Atlas können Sie die Ereignisse recherchieren, die Hintergründe erforschen und die Geschichten für die Ihre Erinnerungsarbeit aufbereiten und im NaziCrimesAtlas auch veröffentlichen.
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